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Gesellschaftlicher Wandel 

Demografische Entwicklung

  • Starkes Bevölkerungswachstum

  • Demografische Alterung: Bevölkerung im Pensionsalter von 65 und mehr Jahren steigt bis 2030 um 47%

Die demografische Entwicklung in Vorarlberg zeigt einige
nachdenklich machende Zahlen auf. Vorarlberg war und ist eines der am stärksten wachsenden Bundesländer Österreichs. Seit 1951 ist die Bevölkerungszahl von 193.657 auf 388.752 Personen im Jahr 2017 gestiegen, was einer Verdoppelung gleichkommt. Allerdings sank die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau seit den 1970er Jahren deutlich (von 3 auf 1,5 Kinder). Dadurch wird unsere Bevölkerung, trotz Wachstum, im Durchschnitt immer älter. Verstärkt wird dieser Prozess in den kommenden 20 Jahren durch die Alterung der geburtenstarken 1960er-Jahrgänge. So steigt die Anzahl der über 65-jährigen von heute (2017) 65.768 auf rund 103.000 Personen im Jahr 2030. Das entspricht einer Zunahme von 57 %. Die Anzahl der hochbetagten (über 85 Jahre) steigt sogar um mehr als 300 % von aktuell 8.388 auf knapp 28.000 Personen (Statistik Austria, eigene Berechnungen).

Dies wird deutliche Auswirkungen auf unsere Lebensweise und unsere Siedlungsstrukturen mit sich bringen, denn aufgrund der Alterung wird auch der Anteil der Ein- und Zwei-Personenhaushalte weiter steigen, vor allem in Einfamilienhäusern. Der Einfamilienhausbau der letzten 60 Jahre ist nicht bzw. nur bedingt auf flexible Nutzungen und kluge Trennmöglichkeiten ausgelegt. Ebenso kommt es kaum zu Umzügen der älteren Bevölkerung aus dem Einfamilienhaus in kleinere, praktischere Wohneinheiten. Das alles bedeutet einen großen Druck auf den Wohnungsmarkt und auf die nicht erneuerbare Ressource „Boden“. Zusätzlich wird der steigenden Anzahl an älteren und pflegebedürftigen
Menschen eine abnehmende Anzahl an Erwerbstätigen
gegenüberstehen. Die Konkurrenz um Arbeitskräfte wird die Situation in den Pflegeberufen
nochmals verschärfen.

Pluralisierung der soziokulturellen Milieus & Lebensstile
  • Die klassische Kernfamilie verliert zunehmend an Bedeutung

  • Die Diversität nach Herkunft nimmt zu

  • neue Formen der Lebensführung, Wohnformen und Wohnvorstellungen entstehen

Singularisierung
  • Die Zahl der Haushalte wächst, die Anzahl der Personen darin nimmt ab (Vorarlberg: 33 % Einpersonenhaushalte)

  • In allen Altersgruppen nehmen die Ein- & Zweipersonenhaushalte zu